
Als am 2. Januar 1990 aus der SED-Stadtleitung das Haus der Demokratie wurde, war das ein großer Moment für die zivilgesellschaftlichen Gruppen der Stadt: Endlich gab es einen Raum, um Demokratie, Teilhabe und Inklusion nicht nur zu denken, sondern zu leben und als Idee ohne Repressionen weiterzugeben.
Diese Anfangszeit des Hauses wollen wir beleuchten: Wie kamen die mehr als 20 Gruppen mit verschiedenen Auffassungen zu Demokratie und Zukunft der DDR zusammen? Wie wurden Diskussionen geführt, Lösungen gefunden und das Miteinander organisiert? Welchen Einfluss hatte der 18. März 1990 mit der einzig demokratischen Volkskammerwahl der DDR auf das Engagement?
In dem zweijährigen Projekt sprechen wir mit Zeitzeug*innen, konzipieren Workshops und eine Ausstellung und wollen herausarbeiten, was wir heute aus dieser Zeit für Heute lernen können: Warum engagierten sich Menschen in dieser Transformationsphase? Warum hörten manche auf und machten manche weiter? Wie war das Demokratieverständnis vor 1989 und wie veränderte sich dies in den frühen 1990ern?
Das Projekt ist eine Zusammenarbeit vom Haus der Demokratie Leipzig e.V., dem Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. und dem Behindertenverband Leipzig e.V.. Als externe Partner unterstützen uns die John-Dewey-Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie (JoDDiD) der TU Dresden und Celeste Meisel sowie Tom Semmelroth (Grafik und Design)
Gefördert durch:
